Injizierbare Füllmaterialien spielen in der
ästhetischen Medizin eine zunehmende Rolle bei
der Behandlung des alternden Gesichtes. Insbesondere
die Korrektur von mimischen Falten, sowie der Ausgleich
von altersbedingten Gewebsdefekten sind Einsatzgebiete
der verschiedenen Substanzen.
Injizierbare Füllmaterialien werden in Europa
überwiegend als Medizinprodukte definiert und
zertifiziert. Hierunter versteht man Produkte mit
einer vom Hersteller oder Anwender zugewiesenen medizinischen
Zweckbestimmung, die nicht durch eine pharmakologische,
immunologische Wirkung oder durch Metabolismus erreicht
wird.
Unterschieden werden resorbierbare und nichtresorbierbare
Füllmaterialien, wobei auch Kombinationen von
resorbierbaren und nichtresorbierbaren Materialien
zur Verfügung stehen.
Die meisten Füllmaterialien werden gut vertragen.
Jedoch kann die menschliche Haut in vielfältiger
Weise auf Füllmaterialien reagieren. Diese Unverträglichkeitsreaktionen
äußern sich vor Allem als:
· Hyperpigmentierung
· persistierende Erytheme
· entzündliche Verhärtungen
· Granulombildungen
· Ulcerationen
· Abszessbildungen
Gerade deshalb ist es wichtig, dass der Anwender die
Möglichkeiten und Risiken der verschiedenen Materialien
kennt und berücksichtigt.
Bisher liegen gerade für die in Europa, bzw.
Deutschland vielfach angewandten Präparate wenig
vergleichende Daten über deren Sicherheit und
Effektivität vor.
Ziel der Studie (IFS-Study) ist die Erfassung aller
unerwünschten Wirkungen von injizierbaren Füllmaterialien.
Die Studie erfolgt in zwei Teilen einem überwiegend
retrospektiven Teil, der im Rahmen zweier Doktorarbeiten
durchgeführt wurde und mit Sommer 2004 abgeschlossen
ist und einem prospektiven Teil, der ab Sommer 2005
aufbauend auf den Ergebnissen der retrospektiven Studie
die Erfassung weiter fortführt.
Auf unseren Webseiten wollen wir Ihnen kontinuierlich
Informationen zum Verlauf der Studie geben.
Wenn Sie uns unerwünschte Wirkungen auf diese
Produkte melden wollen oder Rückfragen haben,
stehen wir Ihnen gerne per Email
oder über unser Forum
zur Verfügung.
Berlin, im Februar 2008
Prof. Dr. med. W. Sterry |
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Prof. Dr. med. B. Rzany Sc.M. |